Ich bin Christian, 34, aus Berlin. Hier in diesem Blog zeige ich vor allem meine Bilder. Fotos aus meinem Leben, die mir wichtig sind und die mir gefallen. Ich mag es, echte Momente und echte Menschen festzuhalten ohne als Fotograf viel hinzu zu tun. Außerdem mag ich das Unperfekte, wenn Fotos technisch nicht ganz so geleckt sind. Wichtiger ist für mich, dass sie persönlich sind, ein Gefühl vermitteln oder eine Geschichte erzählen.

ein paar Kategorien: Hochzeiten // Portraits // Privates // Technik

Donnerstag, 12. März 2009

Kampf gegen die Dunkelheit

Lobpreis 6. Juli 2008

Ja, der Titel ist eindeutig zweideutig. Aber es soll nicht um dunkle Mächte gehen, sondern um die Dunkelheit als Abwesenheit von (genügend) Licht.

Ab und zu fotografiere ich nämlich in der Gemeinde die abendlichen Gottesdienste. Das schöne an einem Gottesdienst, der um 18 Uhr und nicht wie üblich um 10 anfängt, ist ja, dass ich sonntags nicht so früh aufstehen muss. Aber das hat nichts mit dem Licht zu tun. Der Licht-Vorteil des Abendgottesdienstes ist nämlich, dass man in den Räumen mit Scheinwerfern, dezentem Licht und Kerzen eine angenehme Stimmung schaffen kann. Die Leute des Licht- und Deko-Teams kriegen es jedenfalls immer hin, dass der Raum abends sehr "sakral" wirkt, obwohl es bei Tage eigentlich nur ein Fabrikloft ist.

Um die Lichtstimmung richtig zu zeigen, verzichte ich meistens auf den Blitz, auch auf die off-camera Variante. Das ganze Geblitze würde eh nur stören. Was dann noch an Licht da ist, ist leider nicht viel. Daraus ergeben sich zwei Probleme. Das eine wird häufig diskutiert und ist weit bekannt: Film/Sensor mit höherer Empfindlichkeit wird nötig, was zu Körnung/Rauschen führt. Das stört mich aber eigentlich nicht so, weil ich Filmkorn richtig gut finde und bei meiner digitalen Canon sieht ein bestimmtes Maß an Rauschen auch ok aus. Absolut klinisch reine Bilder gefallen mir sowieso nicht. Jeff Ascough, ein genialer Hochzeitsfotograf, sieht das ähnlich. Er sagt dazu in diesem Artikel:

I just like what digital does at really high ISOs. It’s got a real journalistic feel, sort of a 1930’s look in its tonal range. It softens everything up and you get some digital noise that’s really cool.


Das zweite Problem wird meines Erachtens seltener erwähnt: das Fokussieren bei wenig Licht wird schwierig, vor allem mit Autofokus. Mit dem Autofokus der Canon hab ich häufig sehr zu kämpfen, wenn's dunkel ist. Man kann zwar mit AF-Hilfslicht etwas nachhelfen, aber die Methode hat ihre Grenzen. Manuelles Fokussieren ist auch schwierig, weil der Sucher so klein ist und keine vernünftige Fokussierhilfe hat, wie ein Schnittbild oder sowas. Ich sage mir ja sonst immer, dass Licht, Bildkomposition und der richtige Moment und so eigentlich viel wichtigere Faktoren für ein gutes Bild sind als die Kamera (und das ist auch so), aber ein guter Autofokus wär trotzdem nicht schlecht. Wahrscheinlich ist bald doch mal ein Upgrade des Body fällig.

Im Gegensatz dazu hat die Pentacon eine riesige Mattscheibe und man kann auch im Dunkeln halbwegs vernünftig manuell scharfstellen. Aber mit der fotografiert man sowieso ganz anders als mit der Canon...schwer zu vergleichen.

Ok, nach dem ganzen technischen Blabla, hier ein paar Bilder. Analog (Kodak Portra 400 und 800 in der Pentacon Six) und digital (Canon 350D mit ISO 1600).

Mehr Bilder von mir und den anderen Fotobegeisterten der JKB gibt's jetzt auch auf unseren Fotoseiten.


Holy Communion

Holy Communion

Conversation with God

IMG_3422a



Das folgende digital fotografierte Bild hab ich nach Schwarz-Weiß konvertiert und zwar so, dass es ein bisschen nach hochempfindlichen körnigem Schwarz-Weiß Film aussieht. Unter dem konvertierten ist das zugehörige Farboriginal zum Vergleich.

IMG_3460b

Bible study

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