Ich bin Christian, 34, aus Berlin. Hier in diesem Blog zeige ich vor allem meine Bilder. Fotos aus meinem Leben, die mir wichtig sind und die mir gefallen. Ich mag es, echte Momente und echte Menschen festzuhalten ohne als Fotograf viel hinzu zu tun. Außerdem mag ich das Unperfekte, wenn Fotos technisch nicht ganz so geleckt sind. Wichtiger ist für mich, dass sie persönlich sind, ein Gefühl vermitteln oder eine Geschichte erzählen.

ein paar Kategorien: Hochzeiten // Portraits // Privates // Technik

Mittwoch, 13. August 2008

Abiball

Mein eigener Abiball ist schon über 10 Jahre her. Und ich kann mich auch gar nicht mehr richtig erinnern, weil er so schlecht war. In unserem Jahrgang gab's damals kaum jemanden, der sich darum kümmern wollte, so dass wir letztlich in einem Autohaus auf Bierbänken gefeiert haben.

Nicht so der Abiball des Einstein-Gymnasiums Neuenhagen, auf dem ich letztens als Fotograf war. Die hatten sogar zwei Fotografen engagiert, einen für die Portraits mit Familie und Freunden und einen für die Dokumentation der Feier, lapidar "der Schnappschuss-Fotograf" genannt. Letzteres war meine Rolle.

Der Abiball war richtig gut, so völlig das Gegenteil von meinem eigenen. Zunächst mal sehr groß: Ich glaube es waren über 700 Leute. Dann sehr exklusiv: Das ganze fand in einem der Säle des Estrel Convention Center in Berlin-Neukölln statt. Richtig schick alles...mit Bühne, eleganten Tischen und Stühlen, leckerem Buffet und Cocktail-Bar. Und schließlich war das Programm super durchorganisiert mit Reden und Abiturverleihung und extra Danksagungen und so weiter. Die verantwortlichen Abiturienten aus dem Jahrgang könnten jetzt schon eine Veranstaltungsagentur aufmachen. Die Party danach ging auch ganz gut ab.

Sowas großes wie einen Abiball hatte ich vorher noch nicht fotografiert. Und es war schon etwas anderes als eine mittlere Familienhochzeit mit gerade mal 100 Gästen. Der entscheidende Unterschied ist, dass es nicht zwei Hauptpersonen gibt, sondern mehrere Hundert.

Ich hatte mir vorher überlegt, dass es eh aussichtslos ist, alle Gäste fotografieren zu wollen, weil es zu viele sind und ich auch keine Lust auf Fließbandarbeit hatte. Deshalb hab ich lieber nach Situationen geschaut, in denen ich Leute finde, die auch Lust haben, fotografiert zu werden und die irgendwie miteinander interagieren. Eine Sache, die dabei besonders gut angekam, waren die Polaroids, die ich von den Leute gemacht habe. Sie durften die dann auch behalten (was ich im Nachhinein eigentlich bereue, denn einige der Polaroids sind echt gut geworden. Die hätt ich gern behalten...ich bin zu gutmütig).

Für die Diashow mit Musik HIER KLICKEN oder auf ein Bild klicken.

Abiball Einstein-Gymnasium

Abiball Einstein-Gymnasium

Abiball Einstein-Gymnasium

Abiball Einstein-Gymnasium

Abiball Einstein-Gymnasium

Abiball Einstein-Gymnasium

Abiball Einstein-Gymnasium

Abiball Einstein-Gymnasium

Abiball Einstein-Gymnasium

Dienstag, 5. August 2008

Wenn's am schönsten ist, soll man aufhören...

...dachte sich mein Scanner.

In letzter Zeit hab ich ja meine Liebe zur analogen Fotografie mit Film wiederentdeckt. Die entwickelten Negative oder Dias scanne ich dann meist selbst ein. Dafür habe ich mir mal vor einiger Zeit den Epson 4180 Flachbettscanner zugelegt. Der hat so eine Durchlichteinheit zum Einscannen von Negativen und Dias, damit geht das richtig gut.

Da momentan keiner mehr analoge Kameras haben will, hab ich in meiner Verwandtschaft einige ältere und neuere analoge Kameras abschöpfen können und experimentiere momentan viel damit herum. Die Krönung des ganzen ist eine Pentacon Six, eine Mittelformatkamera (die hab ich leider nicht aus der Verwandschaft). Sowas wie 'ne Hasselblad für Arme. Kurz gesagt, das analoge Fotografieren macht gerade so richtig Spaß. Und genau jetzt kommt der Spielverderber...genau jetzt streikt mein Scanner. Gestern hab ich bemerkt, dass immer so ein komischer lila Streifen über das gesamte Bild gezogen wird. Erst dachte ich, es liegt was auf dem Glas oder das Negativ ist kaputt. Doch nach einigem Herumprobieren bin ich zu dem Schluss gekommen, dass einer der CCD Sensoren das Zeitliche gesegnet haben muss. Echt toll! Eine fiese Eifersuchtsaktion der digitalen Welt wahrscheinlich.

Unten im Bild ist das Problem nochmal ganz anschaulich. Man sieht es wahrscheinlich in der verkleinerten Webversion nicht so gut, aber da ist auf halber Höhe dieser horizontale Streifen quer über das Bild.

Zum Glück ist es ziemlich genau mittig, denn dadurch kann man immerhin noch Kleinbildnegative scannen. Die liegen durch den Filmhalter nämlich ober- und unterhalb der Mitte. Ich schau mich trotzdem mal nach einem neuen Scanner um. Soweit ich das momentan nach einer kleinen Recherche im Netz und auf meinem Konto sehe, werden wohl der Canoscan 8800F und der Epson V500 in die engere Wahl kommen.

Summer evening