Ich bin Christian, 34, aus Berlin. Hier in diesem Blog zeige ich vor allem meine Bilder. Fotos aus meinem Leben, die mir wichtig sind und die mir gefallen. Ich mag es, echte Momente und echte Menschen festzuhalten ohne als Fotograf viel hinzu zu tun. Außerdem mag ich das Unperfekte, wenn Fotos technisch nicht ganz so geleckt sind. Wichtiger ist für mich, dass sie persönlich sind, ein Gefühl vermitteln oder eine Geschichte erzählen.

ein paar Kategorien: Hochzeiten // Portraits // Privates // Technik

Mittwoch, 27. Februar 2008

Tip: Einführung in die Portrait Fotografie



Beim Sony Learning Center gibt's einen Online Kurs zur Einführung in die Portraitfotografie, allerdings auf Englisch. Wen das nicht stört, der erfährt dort in vier Lektionen unter anderem etwas über Licht, Komposition und Kameraeinstellungen. Der Kurs ist umsonst, wenn man sich registriert. Logischerweise wird überall Sony Equipment eingeblendet. Trotzdem empfehlenswert.

Das Angebot geht noch bis zum 13.03.08.

Dienstag, 26. Februar 2008

Grainy and contrasty

Nachdem ich den Film Control letztens so hoch gelobt habe und von den Bildern inspiriert war, wollte ich auch mal versuchen, Konzertfotos meiner Berliner Lieblingsband Violent Empire in einem ähnlichen Stil hinzukriegen. Ich bin mir natürlich bewußt, dass zu dem Corbijn-typischen Look mehr gehört als nur eine Spiegelreflex mit Schwarzweißfilm, aber irgendwo muss man ja anfangen.

Ich hab also die Praktica mit dem 50mm f1.8 Objektiv genommen und dazu Fuji Neopan 1600. Der freundliche Verkäufer bei fotoimpex riet mir zu diesem Film. Eigentlich hatte ich vor Kodak Tmax 3200 zu nehmen, weil ich die hohe Empfindlichkeit bei dem Konzert unbedingt brauchen würde. Doch er sagte mir, dass der Neopan 1600 sich auch um eine Blende pushen ließe und somit auch 3200 hätte. Also warum nicht den guten Rat annehmen.

Violent Empire concert

Violent Empire concert

Das Konzert war im Aufsturz. Die haben oben eine normale Kneipe und im Keller einen Club. Es war Sonntag abend um 9 oder 10 und die Bude war leer. Man konnte in der ersten und letzten Reihe gleichzeitig stehen. Tat mir etwas leid für VE, aber ich konnte mich dadurch relativ frei bewegen und musste mich nicht durch eine nicht vorhandene Menge drängeln.

Violent Empire concert

Ich habe festgestellt, dass die Belichtungsmessung bei Konzertfotos ziemlich schwierig ist, weil die Motive meist einen sehr hohen Kontrast und sich ständig verändernde Beleuchtung haben. Es gibt sehr dunkle Flächen und dann wieder Bereiche, die sehr hell sind, weil sie von Scheinwerfern direkt angestrahlt werden. Außerdem gehen Lichter mal an und wieder aus. Ich hab mich daher für die brutale Methode entschieden: Eine Fläche messen, die meiner Meinung nach Mitteltöne repräsentiert und dann alles mit diesen Einstellungen fotografiert. Wenn ich mich recht erinnere, hatte ich f/2.2 bei 1/60s und wie gesagt ISO 3200. Das hat alles viel einfacher gemacht, denn ich musste nicht bei jedem Bild neu messen und überlegen, um dann vielleicht doch nur 1/3 Blende zu verändern.

Dafür dass dies meine erste Erfahrung mit Konzertfotografie und dazu noch mit diesem Schwarzweißfilm war, bin ich mit den Ergebnisse einigermaßen zufrieden. Allerdings waren mir die Bilder in vielen Fällen zu kontrastreich und zu körnig. Optimal sind diese Bilder jedenfalls noch nicht. Demnächst werde ich mal Kodak Tri-X 400 gepusht auf 1600 probieren. Da fehlt mir zwar eine Blende, aber vielleicht geht's trotzdem.

Violent Empire concert

Violent Empire concert

Zum Schluß möchte ich euch einen sehr guten Blogpost zur Konzertfotografie von "Stylespion" Kai Müller ans Herz legen. Er gibt darin so eine Art Tutorial. Ist wirklich empfehlenswert, bis auf die Einschränkung, dass meiner Meinung nach der Aperture Priority Mode nicht so gut geeignet ist für Konzerte, da man damit unter Umständen zu lange Belichtungszeiten hat.
Doch Kai zeigt in dem Post und auf seinem flickr-Stream ein paar richtig gute Bilder, die bei mir im Kopf hängengeblieben sind. Besonders dieses Bild.