Ich bin Christian, 34, aus Berlin. Hier in diesem Blog zeige ich vor allem meine Bilder. Fotos aus meinem Leben, die mir wichtig sind und die mir gefallen. Ich mag es, echte Momente und echte Menschen festzuhalten ohne als Fotograf viel hinzu zu tun. Außerdem mag ich das Unperfekte, wenn Fotos technisch nicht ganz so geleckt sind. Wichtiger ist für mich, dass sie persönlich sind, ein Gefühl vermitteln oder eine Geschichte erzählen.

ein paar Kategorien: Hochzeiten // Portraits // Privates // Technik

Dienstag, 30. Dezember 2008

Insel-Hopping

Dieses Jahr war ich über Weihnachten zuerst auf Hiddensee und dann auf Usedom. Um von Hiddensee nach Usedom zu kommen, musste ich über Rügen fahren, also drei Inseln in einer Tour. Das ganze Programm. So viel mehr Inseln gibt's glaub ich an der deutschen Ostseeküste gar nicht, oder?

Naja, es war jedenfalls sehr schön, am Strand zu wandern. Allerdings nicht nur schön, sondern auch dringend nötig, um die ganzen Gänsekeulen und Frischlingslenden wenigstens teilweise wieder abzutrainieren, die ich über die Festtage in mich hineingeschoben habe.

Meine "neue" Polaroidkamera hatte ich natürlich mit in den Urlaub genommen. Hier ein paar Bilder, angefangen mit Familienportraits von Mutti+Papa+Schwester.

My mother

Father

Sister

Die folgenden beiden Bilder sind auf Rügen entstanden, das erste am Straßenrand und das zweite während ich am Hafen auf die Fähre gewartet habe. Es war eine wunderbare Stimmung. Ganz leise, fast menschenleer und eisig kalte Luft an einem der äußersten Zipfel des Landes.

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Und wie angekündigt: Spaziergänge am Meer. Was ist das eigentlich für eine gruselige Polaroid-Struktur auf dem ersten Bild, die von unten in das Bild hineingefressen kommt?

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So und zum Abschluss dieses Posts und dieses Jahres möchte ich noch Max zitieren mit seinem Silvestergruß:
"Trefflichen Gleit ins neue Jahr."

In diesem Sinne,

Euer Christian.

Samstag, 20. Dezember 2008

Polaroid SX-70

Ich setze auf eine sterbende Technik und habe mir bei ebay eine Polaroid SX-70 ersteigert. Sie ist heute angekommen und ich war so aufgeregt wie ein kleines Mädchen vor einem Tokio-Hotel-Konzert. Die Verkäuferin hat nämlich nicht sehr viel über den Zustand der Kamera geschrieben, so dass ich ein ziemliches Risiko eingegangen bin. Andererseits kann man für 8 Euro auch nicht viel falsch machen.

Um die Spannung zu nehmen: Ich hatte Glück, sie funktioniert sehr gut und ich bin fröhlich! Die SX-70 ist ein Stück Kamerageschichte aus den 70ern. Sie sieht toll aus, auch wenn das Kunstleder an meinem Modell schon einige kaputte Stellen hat. Man kann die Belederung selbst erneuern. Vielleicht mach ich das ja mal irgendwann.

Die SX-70 ist eine Spiegelreflexkamera für Polaroidfilm. Ursprünglich war sie für Time Zero Film gemacht. Den gibt's aber schon seit einigen Jahren nicht mehr im Handel, nur auf ebay ab und zu für irrsinnige Preise. Aber man kann auch Polaroid 600 Film benutzen, wenn man einige einfache Modifikationen vornimmt, wie in diesem sehr guten Artikel auf dem moominstuff Blog erläutert. Dummerweise wird 600er Film auch nicht mehr hergestellt, aber man kann ihn zumindest noch zu halbwegs humanen Preisen bekommen. Polaroid Film war schon immer recht teuer, nicht erst seitdem die Produktion eingestellt wurde.

Was so innerhalb der Kamera alles passiert, sieht man in folgendem old-school Werbefilm zur SX-70 bei ca. 2min. Besonders ästhetisch finde ich die Szene, wo die Entwicklerflüssigkeit über das Bild gerollt wird. Schon ziemlich abgefahrene Chemie dieser Polaroidfilm.



Ok, was ist jetzt so besonders an der SX-70, außer dass sie cool aussieht? Es gibt schließlich tausende billige Polaroidkameras, die ohne Modifikationen 600er Film verarbeiten. Das schöne an der SX-70 ist, dass sie keinen Autofokus hat, sondern, dass man manuell fokussieren kann und zwar runter bis 26cm. Dadurch ergeben sich wunderbar weiche Bilder mit geringer Schärfentiefe. Und das mag ich ja so. Hier zwei Bilder mit der SX-70 von heute morgen.

First SX-70 shots

MC / FW

Hach diese Farben!!!

Die geringe Schärfentiefe liegt an mehreren Faktoren. Einerseits ist das "Negativ" viel größer als bei Kleinbild-, Mittelformat-, geschweige denn bei Digitalkameras. Außerdem hat die SX-70 ein Objektiv mit langer Brennweite von 116mm und man kann auf sehr kurze Entfernungen fokussieren.

Es gibt auf flickr einen Fotografen, der viele seiner Portraits mit einer ähnlichen Polaroidkamera macht, Lou O'Bedlam. Diese Portraits gefallen mir nicht nur weil es hübsche Frauen sind, sondern auch weil er so nah rangeht an die Gesichter und dadurch sehr intime Portraits entstehen.

Diese soften Bilder bekommt man mit gewöhnlichen 600er Polaroidkameras nicht hin. Außerdem haben die meistens einen nicht abschaltbaren Blitz, so dass eh alles nach Party-Schnappschuss aussieht. Hier ein Bild, was ich mit einer von diesen Polaroid 600 Kameras gemacht habe:

DJ Jule on Polaroid

Auch nicht verkehrt, aber mit der SX-70 hat man mehr Möglichkeiten.

Also zu meiner Sammlung skurriler Kameras gehört neben der chinesischen Spielzeugkamera, der DDR-Mittelformatkamera Pentacon Six nun auch eine aufklappbare Polaroid SLR aus den 70ern, für die es bald keinen Film mehr gibt.

Freitag, 12. Dezember 2008

Die 1001 Nacht Party

Letzte Woche war in der JKB die große 1001-Nacht-Party. Die Kirchenräume waren zu einer Art orientalischem Zelt umgestaltet. Echt klasse die Deko, das arabische Essen, die aufwendigen Kostüme (Felix+Alexa+Tim waren meine Top 3) und die Shishas. Hier ein paar Bilder davon (by Steffi Och and me).

Belly dancer @ One Thousand and One Nights

Felix aka Ramses @ One Thousand and One Nights

Shisha @ One Thousand and One Nights

Shisha @ One Thousand and One Nights

One Thousand and One Nights

Eyes @ One Thousand and One Nights

Jule and me @ One Thousand and One Nights

Crusader @ One Thousand and One Nights

Traditional burkha @ One Thousand and One Nights

Samstag, 22. November 2008

Wenn der Film teurer als die Kamera ist, Teil I

Wenn der Film teurer als die Kamera ist, dann hat man entweder den letzten Film auf der Welt oder eine richtig schrottige olle Kamera. In diesem Post soll es eher um den letzten Fall gehen.

Getreu dem Motto "I like the imperfection" von Anton Corbijn nehme ich hin und wieder alte analoge Kameras zur Hand und experimentiere damit. Ich bin natürlich nicht der erste, der das tut. Es gibt eine große Community um so genannte Low-Fi Fotografie. Da geht's dann darum möglichst vor 20 Jahren abgelaufene Filme zu nehmen und mit alten, kaputten, billigen Kameras zu fotografieren. Das klingt doch sympathisch, oder?

Was mich allerdings manchmal daran nervt, ist der Kult, der z.B. um Lomo-Kameras gemacht wird und die daraus resultierenden unverschämten Preise. Es ist mir unverständlich, wie man für so'ne Lomo LC-A an die 200 Euro verlangen (bzw. ausgeben) kann. Low-Fi aber Hi-Price. Doch es scheinen ja genügend Leute die Kamera "mit Professor Radionovs einzigartiger, nachtsichttauglicher Linse" zu kaufen.

Ich hab jedenfalls letztens eine chinesische Spielzeugkamera gefunden, die meine Oma vor Jahren mal zu einem Zeitungsabbonement als Geschenk bekommen hat. Die Kamera sieht so aus. Es steht wirklich nur "MF68" und "made in China" drauf, mehr nicht. Wofür wohl MF steht?

Obwohl das Design der Kamera nach vielen Features aussieht, kann man nichts einstellen. Es gibt nur einen Auslöseknopf und ein Rad zum Weiterdrehen des Films. Belichtungszeit, Blende, Brennweite, Entfernungseinstellung alles unbekannt. Ist doch toll, man braucht sich um nichts zu kümmern. Konsequenterweise ist der Sucher auch nur ein kleiner ausklappbarer Plastikrahmen.

Das wirklich coole jedoch ist die Plastiklinse. Nicht wirklich scharf und voller Linsenfehler! Aber Schärfe ist ja sowieso überbewertet. Hier ein paar Bilder aus der Kamera. Sie sind auch noch vom Sommer.

Me happy

View from our balcony

still life

A nice street in Harburg through the plastic lens of my chinese toy camera

On my way to work

Donnerstag, 30. Oktober 2008

Erinnerungen an Sommer

Im Sommer auf Hiddensee mit der Pentacon Six unterwegs - die perfekte Kombination. Ich weiß auch nicht, aber diese große Kamera, der Wind, das Licht, die Ruhe, das Meeresrauschen, die Weite...irgendwie gibt mir das Zufriedenheit und Entspannung.

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fishing boat

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Damit der Blog auch die neue Weite des Mittelformats widerspiegeln kann, hab ich jetzt alles mal ein bisschen umgestaltet. Also raus aus dem Feedreader und mein neues Blogdesign anschauen!

Freitag, 5. September 2008

Schneewittchen ist doof

Heute wurde an der TU ein Filmset aufgebaut, direkt vor unserem Institut. Ein guter Grund, seine Arbeit zu unterbrechen und am Fenster den Stars beim Dreh zuzuschauen. Erst vermutete ich eine Low-budget-Produktion mit Laienschauspielern von der UdK.

Aber von der Nähe erkannte Marcus irgendeinen Schauspieler von CSI, der für ihn sowas wie ein Star ist: Gary Dourdan. Noch nie gehört. An seiner Seite allerdings erkannte ich Cosma Shiva Hagen, besser bekannt als Schneewittchen. So viel Prominenz an der TU.

Nun, wenn ich davon kein Beweisfoto mache, würde mir es ja keiner glauben. Also geh ich in einer Drehpause zu den Schauspielern und frage, ob ich ein Foto machen könne. Keine Reaktion. Dann nochmal, diesmal auf Englisch. Ah jetzt reagiert der Typ neben ihr. Er sagt, es wäre ok, wenn er dafür sitzen bleiben könne. Er spricht deutsch. Ich mache ein Foto. Schneewittchen reagiert nicht. Ich existiere nicht für sie. Sie blättert statt dessen gelangweilt in einem Heft, wahrscheinlich dem aktuellen Otto-Katalog.

Das war ein harter Tag für mich.

DSC01079

Montag, 1. September 2008

Eine Blog-Empfehlung

Auf tapmag.net gibt's einen Artikel über die JKB, den ich für sehr gelungen und vor allem auch witzig halte. Besonders bei der Stelle mit der Schaumparty musste ich lachen. Es sind sogar ein paar Bilder von mir dabei.

Falls du dich fragst: Was ist eigentlich dieser tapmag-Blog und wie kam es zu dem Artikel? Dazu schreibt Jessica Binsch, die Autorin des Artikels:

tapmag ist ein Blog, das ich mit 4 Freunden zusammen mache. Eigentlich ist unser Thema vor allem transatlantische Entwicklungen, also USA-Europa, jetzt gerade viel zur Wahl in den USA oder andere interessante Themen. Daher schreiben wir größtenteils in Englisch, auch wenn einige Artikel auf Deutsch sind.

Religion ist finde ich ein sehr interessantes Thema [...] In den USA ist diese Form von Kirche ja verbreiteter, auch wenn Alexander Garth sich dagegen gewehrt hat, es als 'amerikanisch' zu bezeichnen.

Mittwoch, 13. August 2008

Abiball

Mein eigener Abiball ist schon über 10 Jahre her. Und ich kann mich auch gar nicht mehr richtig erinnern, weil er so schlecht war. In unserem Jahrgang gab's damals kaum jemanden, der sich darum kümmern wollte, so dass wir letztlich in einem Autohaus auf Bierbänken gefeiert haben.

Nicht so der Abiball des Einstein-Gymnasiums Neuenhagen, auf dem ich letztens als Fotograf war. Die hatten sogar zwei Fotografen engagiert, einen für die Portraits mit Familie und Freunden und einen für die Dokumentation der Feier, lapidar "der Schnappschuss-Fotograf" genannt. Letzteres war meine Rolle.

Der Abiball war richtig gut, so völlig das Gegenteil von meinem eigenen. Zunächst mal sehr groß: Ich glaube es waren über 700 Leute. Dann sehr exklusiv: Das ganze fand in einem der Säle des Estrel Convention Center in Berlin-Neukölln statt. Richtig schick alles...mit Bühne, eleganten Tischen und Stühlen, leckerem Buffet und Cocktail-Bar. Und schließlich war das Programm super durchorganisiert mit Reden und Abiturverleihung und extra Danksagungen und so weiter. Die verantwortlichen Abiturienten aus dem Jahrgang könnten jetzt schon eine Veranstaltungsagentur aufmachen. Die Party danach ging auch ganz gut ab.

Sowas großes wie einen Abiball hatte ich vorher noch nicht fotografiert. Und es war schon etwas anderes als eine mittlere Familienhochzeit mit gerade mal 100 Gästen. Der entscheidende Unterschied ist, dass es nicht zwei Hauptpersonen gibt, sondern mehrere Hundert.

Ich hatte mir vorher überlegt, dass es eh aussichtslos ist, alle Gäste fotografieren zu wollen, weil es zu viele sind und ich auch keine Lust auf Fließbandarbeit hatte. Deshalb hab ich lieber nach Situationen geschaut, in denen ich Leute finde, die auch Lust haben, fotografiert zu werden und die irgendwie miteinander interagieren. Eine Sache, die dabei besonders gut angekam, waren die Polaroids, die ich von den Leute gemacht habe. Sie durften die dann auch behalten (was ich im Nachhinein eigentlich bereue, denn einige der Polaroids sind echt gut geworden. Die hätt ich gern behalten...ich bin zu gutmütig).

Für die Diashow mit Musik HIER KLICKEN oder auf ein Bild klicken.

Abiball Einstein-Gymnasium

Abiball Einstein-Gymnasium

Abiball Einstein-Gymnasium

Abiball Einstein-Gymnasium

Abiball Einstein-Gymnasium

Abiball Einstein-Gymnasium

Abiball Einstein-Gymnasium

Abiball Einstein-Gymnasium

Abiball Einstein-Gymnasium

Dienstag, 5. August 2008

Wenn's am schönsten ist, soll man aufhören...

...dachte sich mein Scanner.

In letzter Zeit hab ich ja meine Liebe zur analogen Fotografie mit Film wiederentdeckt. Die entwickelten Negative oder Dias scanne ich dann meist selbst ein. Dafür habe ich mir mal vor einiger Zeit den Epson 4180 Flachbettscanner zugelegt. Der hat so eine Durchlichteinheit zum Einscannen von Negativen und Dias, damit geht das richtig gut.

Da momentan keiner mehr analoge Kameras haben will, hab ich in meiner Verwandtschaft einige ältere und neuere analoge Kameras abschöpfen können und experimentiere momentan viel damit herum. Die Krönung des ganzen ist eine Pentacon Six, eine Mittelformatkamera (die hab ich leider nicht aus der Verwandschaft). Sowas wie 'ne Hasselblad für Arme. Kurz gesagt, das analoge Fotografieren macht gerade so richtig Spaß. Und genau jetzt kommt der Spielverderber...genau jetzt streikt mein Scanner. Gestern hab ich bemerkt, dass immer so ein komischer lila Streifen über das gesamte Bild gezogen wird. Erst dachte ich, es liegt was auf dem Glas oder das Negativ ist kaputt. Doch nach einigem Herumprobieren bin ich zu dem Schluss gekommen, dass einer der CCD Sensoren das Zeitliche gesegnet haben muss. Echt toll! Eine fiese Eifersuchtsaktion der digitalen Welt wahrscheinlich.

Unten im Bild ist das Problem nochmal ganz anschaulich. Man sieht es wahrscheinlich in der verkleinerten Webversion nicht so gut, aber da ist auf halber Höhe dieser horizontale Streifen quer über das Bild.

Zum Glück ist es ziemlich genau mittig, denn dadurch kann man immerhin noch Kleinbildnegative scannen. Die liegen durch den Filmhalter nämlich ober- und unterhalb der Mitte. Ich schau mich trotzdem mal nach einem neuen Scanner um. Soweit ich das momentan nach einer kleinen Recherche im Netz und auf meinem Konto sehe, werden wohl der Canoscan 8800F und der Epson V500 in die engere Wahl kommen.

Summer evening

Freitag, 25. Juli 2008

Es war einmal

ein Märchenbrunnen am Volkspark Friedrichshain. Dorthin fuhren Jule und Christian eines schönen Sommertages, um ein paar märchenhafte Fotos zu schießen. Christian wollte unbedingt mit Portraits bei direktem Sonnenlicht spielen und dabei vor allem abgefahrene Linsenreflexe austesten. Jule wiederum hatte extra ihr schönstes märchenhaftestes Kleid angezogen und rechnete sich neue surreale Bilder für ihr Myspace-Profil aus, die ihren Ruhm als Indie-Königin noch weiter steigern würden.

Märchenshooting

Märchenshooting

Märchenshooting

Märchenshooting

Montag, 21. Juli 2008

Ein Fotograf, den ich bewundere

Benchrisman's website

Ben Chrisman ist Hochzeitsfotograf in US of A irgendwo in der San Francisco Bay Area und mein absoluter Held in Sachen kreativer Hochzeitsfotografie. Sein Blog ist eine wahnsinnige Schatztruhe voller Inspiration und bewundernswerter Fotografien. Besonders mag ich seine Slideshows. Die sind wie kleine Kurzfilme in purer Ästhetik.

Ich verfolge seinen Blog schon seit längerem mit Begeisterung, aber seine letzte Hochzeitsreportage in Griechenland hat mir den Rest gegeben. Der Mann ist einfach genial und ich musste diese Lobeshymne hier loswerden.

Bei dieser Gelegenheit kann ich auch mal einen kleinen Tip loswerden, der für Fotografen vielleicht interessant sein könnte. Ab und zu sieht man ja ein Bild und fragt sich, mit welcher Kamera, welchem Objektiv, bei welcher Blende usw. dieses Bild denn wohl gemacht wurde? Bei Ben Chrisman ging es mir oft so. Man wird zwar dadurch selbst kein besserer Fotograf, aber man kann zumindest ein wenig über die Arbeitsweise des anderen erfahren. Und ich hatte Glück, seine JPGs enthalten die EXIF-Infos der Kamera, in der all diese Informationen gespeichert sind. Ich habe mir FxIF installiert, ein Firefox Add-on, mit dem man diese Infos komfortabel auslesen und anzeigen kann. Und da erfährt man beispielsweise, dass Ben Chrisman im wesentlichen ein Canon 35mm f/1.4 L verwendet. Der Typ macht wirklich fast alles mit diesem einen Objektiv. Das hat mich dann doch überrascht. Und mir gleichzeitig zu Denken gegeben, dass es keines riesigen Arsenals an Brennweiten bedarf, um kreativ zu fotografieren.

Mittwoch, 9. Juli 2008

Liz und Normans Hochzeit am 21. Juni 2008

"Es war ein kalter Tag im November..."

So beginnt die Geschichte ihres Kennenlernens laut Liz und Normans eigener Hochzeits-Website. Ja, sie haben eine eigene Hochzeits-Website. Die beiden sind wirklich ein besonderes Paar (im positiven Sinne). Sie haben sich tatsächlich über eine Online-Singlebörse kennengelernt. Sie sind also der lebende Beweis, dass man dort wirklich den Richtigen/die Richtige zum Heiraten finden kann.

Ihre Hochzeit war an einem warmen sonnigen Tag im Juni. Nach der standesamtlichen Trauung gab's die Feier im Seepavillon am Tegeler See statt. Wunderschönes Restaurant mit Seeterasse und moderner Architektur. Wirklich sehr empfehlenswert.

Die beiden haben alles mit viel Liebe und Sinn für Details vorbereitet. Überall fand man kleine Aufmerksamkeiten, Schokoladenherzchen, Blumen und Dekorationen. Mein persönliches Highlight in dieser Hinsicht war das "Notfallset für unsere Hochzeitsgäste" auf der Toilette. Darin waren Kaugummis, Aspirin, eine Fusselrolle und allerlei Kleinigkeiten. Die beiden haben wirklich an alles gedacht. Liz könnte durchaus eine professionelle Hochzeitskoordinatorin sein.

Fotografietechnisch hab ich dieses Mal besonders darauf geachtet, schönes natürliches Licht zu finden, insbesondere für die Portraitsession. Bei der letzten Hochzeit hatte ich ja dafür den entfesselten Blitz mit Schirm benutzt, weil es schon so dunkel war. Doch mit Liz und Norman haben wir die Portraits nachmittags gemacht, also mit genügend natürlichem Licht. Die Herausforderung ist dann, schönes Portraitlicht zu finden. Dieses findet man meiner Erfahrung nach im Schatten und unter irgendwelchen Vordächern oder an Fenstern, wo das Licht von oben geblockt wird. Bei direktem Licht von oben entstehen diese unvorteilhaften dunklen Schatten unter den Augen. Aber unter einem Vordach oder hinter einem Fenster fällt das Licht seitlich ein, ist sehr weich und beleuchtet das Gesicht gleichmäßig. Nicht umsonst nutzen Portraitmaler gern das Licht von einem nach Norden orientierten Fenster. Beispielsweise sind einige der Portraits im Garten unter der Terasse des Seepavillons entstanden.

Ein Klick auf die Fotos führt übrigens zu einer Diashow mit noch mehr Bildern und Musik.

Hochzeit Liz&Norman

Hochzeit Liz&Norman

Hochzeit Liz&Norman

Hochzeit Liz&Norman

Hochzeit Liz&Norman

Hochzeit Liz&Norman

Hochzeit Liz&Norman

Hochzeit Liz&Norman

Hochzeit Liz&Norman

Hochzeit Liz&Norman

Hochzeit Liz&Norman

Hochzeit Liz&Norman

Hochzeit Liz&Norman

Hochzeit Liz&Norman